Eigentlich eine gute Nachricht. Oder doch besser eine Nachricht die uns nachdenklich machen muss?. Jeden 3. Tag wird eine Frau Opfer und stirbt Aufgrund von häuslicher Gewalt, jeden 3. Tag, das mag man sich mal durch den Kopf gehen lassen. Und somit, klar, es ist eine gute Nachricht wenn unsere Familienministerin das brisante Thema nun auf den Tisch packt.

Über 147 Todesopfer aufgrund von häuslicher Gewalt in Deutschland

Das sind definitiv 147 verstorbene Frauen zu viel. Gesamt gab es in unserem Land fast 140.000 Straftaten zu beklagen, die sich innerhalb der eigenen vier Wänden ereignet haben. Die Liste der Straftaten ist lang, zu lang. Vergewaltigung, Körperverletzung, Stalking, sexuelle Nötigung usw. usw. Die Vergehen und die aktuellen Zahlen sind einfach nur erschreckend.

Personen – und Begleitschutz für von häuslicher Gewalt betroffenen Personen

Das gehört schon seit vielen Jahren zu den von uns realisierten Sicherheitsleistungen. Anfangs wurden wir belächelt und mit den Worten “dafür gibt es doch keinen Markt” bedacht. Die Auftragslage hat uns erschreckender Weise das Gegenteil bewiesen. Es geht nicht darum einen Markt mit dem Thema aufzubauen, vielmehr gilt es eine Möglichkeit zu bieten, eben genau diesen betroffenen Menschen, in besonders heiklen und auch brenzligen Situationen ein gewisses Maß an Sicherheit und Schutz zu bieten.
Sei es bei der Wohnungsauflösung, bei Gerichtsverhandlungen oder bei dem Besuch von Ämtern und anderen Institutionen.

Als Personen – und Begleitschützer sind wir mit der Gefährdungslage der uns anvertrauten Personen somit vertraut aber keine Zielgruppe hat uns so nachdenklich gemacht, wie die der von häuslicher Gewalt betroffenen Frauen.

Ein Tropfen auf dem heißen Stein, denn ein Rund-Um-Sorglos Schutz ist schon aus Kostengründen sehr schwer möglich. Aber gut für uns zu wissen dass wir in besonders sensiblen und auch heiklen Alltagssituationen entsprechenden Schutz gewährleisten können.

Mehr Frauenhäuser, mehr finanzielle Mittel

Schade, rund 40 Jahre ist es her, dass in Deutschland das erste Frauenhaus eröffnet wurde. Schade dass man aber erst heute diese durchaus sinnvollen Einrichtungen schätzen lernt. Aber kann es sein nur durch Fluchtburgen Sicherheit für Frauen zu schaffen die durch häusliche Gewalt betroffen sind? Wir bleiben hier nachdenklich und werden beobachten was sich in dieser Thematik alles bewegen wird. Gut und sinnvoll ist mit Sicherheit die 24 Stunden Hotline für betroffene Menschen. Der Anfang ist gemacht.