aus dem fall wirecard lernen

Es hat ordentlich gekracht bei dem Superstar in der deutschen Aktienliga. Hoffnungsvoll hat man auf die Wirecard geschaut und endlich ein deutsches Fin-Tech-Unternehmen im Dax begrüßen dürfen. Die Story nahm aber ein dramatisches Ende. Vom Star zum Alptraum, von der wundersamen Geldvermehrung zur katastrophalen Geldvernichtung. Binnen weniger Tage war alles verbrannt und Milliarden von Euro buchstäblich verbrannt.

Was man aus dem Fall Wirecard lernen kann

Wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist, dann kann man sehr kluge Ratschläge geben. Hilft nur keinem mehr, das Geld ist futsch. Aber aus Fehlern wird man klug und somit stellt sich die Frage – Warum haben so viele Kleinanleger und Investoren an genau diese Aktie geglaubt? – Haben diese Menschen das Geschäftsmodell Wirecard überhaupt wirklich verstanden und logisch nachvollziehen können?.

Wohl kaum. Das Geschäftsmodell Wirecard ist heute noch für viele ein Buch mit sieben Siegeln und Wirecard hat es den Aktionären auch nicht wirklich leicht gemacht. Das Geschäftsmodell oder besser – wie verdient Wirecard überhaupt sein Geld – wurde sehr geheim gehalten. Verlassen musste man sich auf das, was aus dem Hause Wirecard an Informationen geliefert wurde und das war rein fantastisch.

Ebenso fantastisch klangen auch die Prognosen der diversen Analysten. Selten wurde eine Kaufempfehlung verweigert und seltener zum Verkauf geraten. Schon fühlt sich der Anleger sicher. Ohne das eigentliche Geschäftsmodell zu verstehen, vertraut man auf das was das Unternehmen kommuniziert und lässt sich dieses noch durch so fachkundige Analysten irgendwie bestätigen. Eine perfekte und irgendwie auch perfide Falle in welche man tappt und somit sein Geld auf´s Spiel setzt.

Wie Wirecard Geld verdient hat, wurde in dem Blog Beitrag – Das Wirecard Geschäftsmodell –  kurz erklärt.

Unglaubliche Prognosen von Sharedeals

Während der kunterbunten Panik Tage in Sachen Wirecard (der Kurs ging schon dramatisch nach unten), die Aussichten auf ein Testat schon für Unhaltbar eingestuft, viel ein Portal durch seine total irre “Pro Wirecard” Kommunikation auf. In den Google News, in den sozialen Netzwerk wurden Berichte veröffentlicht die schon fast als gekauft eingestuft werden konnten. Hier mal ein Rundgang durch die Historie der Irreführung.

Beitrag vom 20.06.2020

Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von www.sharedeals.de zu laden.

Inhalt laden

Beitrag vom 23.06.2020 mit der Headline

Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von www.sharedeals.de zu laden.

Inhalt laden

Derartige Nachrichten führen dann letztendlich dazu, das Anleger sich im sicheren Fahrwasser vermuten und den Verkauf der Anteile nicht wirklich angehen möchten, weil man ja auf bessere Zeiten hofft. Letztendlich bleibt die Vermutung im Raum dass auch die Damen und Herrn von Sharedeals der Geschäftsmodell Wirecard nicht verstanden und/oder total überschätzt haben.

Es bleibt somit die Erkenntnis, dass man sich genau darüber informieren sollte was genau hinter einem Unternehmen steht und man ebenso berücksichtigen sollte dass auch Analysten Menschen sind die nicht jedes Business kennen – und verstehen müssen.