Drohnen für den Sicherheitsdienst

Drohnen halten enormen Zuspruch und werden von zahlreichen Dienstleistungen bereits in Anspruch genommen. Von Amazon hat man schon vernommen, dass hier Drohnen bald die Logistikkette zum Endempfänger von Paketen übernehmen sollen aber auch Schornsteinfeger, Dachdecker, Bau-Unternehmer und viele Branchen mehr nutzen Drohnen bereits in der täglichen Arbeitswelt oder denken intensiv über den Einsatz von Drohnen nach.

Die Drohnen im Sicherheitsgewerbe

Auch diese Überlegung macht durchaus Sinn und wird auch schon in speziellen Bereichen (Polizei) erfolgreich genutzt. Im Sicherheitsgewerbe können Drohnen u.a. dann erfolgreich eingesetzt werden, wenn es darum geht, großflächige Geländeabschnitte professionell zu überwachen. Dem geschuldet ist auch der Zustand dass oftmals in großen Gelände – und/oder Objektbereichen wenig Personal eingeplant und eingesetzt wird und es zudem nur sehr schwer möglich ist in kürzester Zeit eine große Distanz zu überwinden.

Hier kann nun der Sicherheitsmitarbeiter mit Drohne einen enormen Vorteil und auch Mehrwert bieten, denn mit dem professionellen Einsatz der Drohne ist es leicht möglich eben genau diese Distanz in kürzester Zeit zu überwachen und auch zu überwinden. Aufgrund der sehr guten Überwachung dank der guten Kameratechnologie u.a. auch durch Einsatz von Nachtsichtgeräten, sind auch dann Sicherheitseinsätze mit der Drohne möglich, wenn es darauf besonders ankommt, in der Nacht.

Anforderungen an den Sicherheitsmitarbeiter

Die Drohne ersetzt nicht nur Arbeitskräfte. Vielmehr benötigt man für den professionellen Einsatz von Drohnen einen ausgebildeten und in allen Bereichen des Drohnen-Einsatz geschulten Mitarbeiter. Wir sprechen hier von einer fachkundigen Fachkraft welche für die gewerblichen Nutzung von Drohnen und UAVs nach § 21a Abs. 4 Satz 3 Nr. 2 LuftVO ausgebildet ist und auch über alle notwendigen Nachweise verfügt.

Wann eine Drohne im Sicherheitsgewerbe einsetzen

Grundsätzlich können Drohnen im Sicherheitsgewerbe immer dann eingesetzt werden, wenn es darum geht großflächige Areale mit möglichst geringer Manpower überwachen zu müssen. Der Einsatz bei Großveranstaltungen hier zum Beispiel Open Air Konzerte ist davon jedoch ausgeschlossen, da bei derartigen Einsatz keine Drohnen zum Einsatz kommen dürfen.

Was wird von einem Sicherheitsunternehmen mit Drohnen vorausgesetzt?

Die Anforderungen an ein Sicherheitsunternehmen welches den Einsatz von Drohnen gewerblich anbietet, können wie folgt beschrieben werden:

    >Kennzeichnungspflicht:
    Alle Flugmodelle und unbemannten Luftfahrtsysteme ab einer Startmasse von mehr als 0,25 kg müssen künftig gekennzeichnet sein, um im Schadensfall schnell den Halter feststellen zu können. Die Kennzeichnung erfolgt mittels Plakette mit Namen und Adresse des Eigentümers.
  • Kenntnisnachweis:
    Für den Betrieb von Flugmodellen und unbemannten Luftfahrtsystemen ab 2 kg ist künftig ein Kenntnisnachweis erforderlich. Der Nachweis erfolgt durch
    a) gültige Pilotenlizenz

    b) Bescheinigung nach Prüfung durch eine vom Luftfahrt-Bundesamt anerkannte Stelle (auch online möglich

    c) Mindestalter 16 Jahre

    d) Bescheinigung nach Einweisung durch einen beauftragten Luftsportverband (DMFV oder DAeC) oder eines von ihm beauftragten Vereins (gilt nur für Flugmodelle), Mindestalter 14 Jahre.
    Die Bescheinigungen gelten für 5 Jahre. Für den Betrieb auf Modellfluggeländen ist kein Kenntnisnachweis erforderlich.
  • Erlaubnisfreiheit:
    Für den Betrieb von Flugmodellen und unbemannten Luftfahrtsystemen unterhalb einer Gesamtmasse von 5 kg ist grundsätzlich keine Erlaubnis erforderlich. Der Betrieb durch Behörden ist generell erlaubnisfrei, wenn dieser zur Erfüllung ihrer Aufgaben stattfindet, ebenso der Betrieb durch Organisationen mit Sicherheitsaufgaben, z.B. Feuerwehren, THW, DRK etc..
    Für den Betrieb von Flugmodellen und unbemannten Luftfahrtsystemen über 5 kg und für den Betrieb bei Nacht ist eine Erlaubnis erforderlich. Diese wird von den Landesluftfahrtbehörden erteilt. Zusätzlich ist eine Genehmigung erforderlich, wenn in einem Gebiet mit Flugbeschränkung (ED-R) geflogen werden soll.

    Gewerbliche Nutzer brauchten für den Betrieb von unbemannten Luftfahrtsystemen bisher eine Erlaubnis – unabhängig vom Gewicht. Künftig ist für den Betrieb von unbemannten Luftfahrtsystemen unterhalb von 5 kg grundsätzlich keine Erlaubnis mehr erforderlich. Zudem wird das bestehende generelle Betriebsverbot außerhalb der Sichtweite aufgehoben. Landesluftfahrtbehörden können dies künftig für Geräte ab 5 kg erlauben.
    Betriebsverbot: Ein Betriebsverbot gilt künftig für Flugmodelle und unbemannte Luftfahrtsysteme außerhalb der Sichtweite für Geräte unter 5 kg;
    in und über sensiblen Bereichen, z.B. Einsatzorten von Polizei und Rettungskräften, Krankenhäusern, Menschenansammlungen, Anlagen und Einrichtungen wie JVAs oder Industrieanlagen, oberste und obere Bundes- oder Landesbehörden, Naturschutzgebieten;
    über bestimmten Verkehrswegen;

    Die zuständige Behörde kann Ausnahmen von den Verboten zulassen, wenn der Betrieb keine Gefahr für die Sicherheit des Luftverkehrs oder die öffentliche Sicherheit oder Ordnung, insbesondere eine Verletzung der Vorschriften über den Datenschutz und über den Naturschutz darstellt und der Schutz vor Fluglärm angemessen berücksichtigt ist. Insbesondere bei einem geplanten Betrieb außerhalb der Sichtweite lässt sich die Genehmigungsbehörde eine objektive Sicherheitsbewertung vorlegen.

  • Ausweichpflicht:
    Unbemannte Luftfahrtsysteme und Flugmodelle sind verpflichtet, bemannten Luftfahrzeugen und unbemannten Freiballonen auszuweichen.

Haben Sie Fragen und / oder wünschen Sie ausführlichere Informationen zum Thema – Drohnen in der Sicherheitsbranche – dann freut sich das Team von think save” über Ihren Kontakt.

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